Tag 7 beginnt mit einem bobartigen kleinen Snack, bevor wir trotzdem am Frühstücksbuffet für Kaffee und Tee vorbei schauen. Meine Herren, die haben ordentlich aufgefahren. Deswegen gibt es neben dem Tee zwei kleine Teigwaren und ein interessant aussehendes Plätzchen. Man weiß nicht so recht, was man da grade isst, aber es schmeckt herrlich. Um 08:30 Uhr werden wir von unserem Reiseleiter vor dem Hotel erwartet. Die Sehenswürdigkeiten in Buchara liegen etwas weiter auseinander, sodass unser Fahrer zwischendurch zum Einsatz kommt. Dieses Mal werde ich keine so ausführliche Beschreibung abgeben. Sonst habt Ihr am Ende gar keinen Grund mehr nach Usbekistan zu fahren, weil Ihr schon alles wisst. Das wäre doch schade.

Bolo Haouz Moschee

Wir fahren mit unserem Fahrer in Richtung Zitadelle Ark. Google Maps weist dieses Mal den richtigen Weg. Ohne uns zu verfahren, erreichen wir den gewünschten Ort. Geht doch. Die Zitadelle ist aus dem 6. Jahrhundert und wurde in der Grundfläche im Sternbild des Bären gebaut. Natürlich gibt dazu eine passende Geschichte, die ich nicht mehr ganz zusammen bekomme. Alle imposanten Bauwerke haben eines gemeinsam: sie wurden zahlreiche Male erobert. Die Namen die am häufigsten fallen: Dschingis Khan, Amir Timur und die Sowjets.




Nach der etwas farblos wirkenden Festung steigen wir ins Auto. Von der gestrigen, sehr geschmeidigen Fahrweise ist heute kaum noch was zu erkennen. Heute fährt er wie Uli (die versteht was ich meine 😜). Unser Reiseleiter entdeckt eine Medrese als wir vorbei fahren. Der Fahrer geht in die Eisen und wir springen für einen kurzen Fotostopp raus.

Wieder zurück im Auto merken wir nach einer Weile, dass die Stimmung auf den vorderen Plätzen merklich abkühlt. Wir vermuten, dass Google Maps unseren Fahrer erneut im Stich gelassen hat, was unser Guide doof findet. Wir cruisen so lange durch die Gegend, dass ich mit Sicherheit eingeschlafen wäre, wenn er so wie gestern gefahren wäre. Heute wurde ebenfalls vier Mal nach dem Weg gefragt, bis wir das gewünschte Ziel erreichen: Chor Minor.



Ohne weitere Vorkommnisse schaffen wir es zurück zum Ausgangspunkt in der Nähe unseres Hotels und schauen uns ein paar Sehenswürdigkeiten in der Nähe an. Wir sind nach wie vor ein wenig verunsichert, weil uns Buchara, bzw. die Sehenswürdigkeiten etwas farblos vorkommen.












Ein Highlight des Tages ist die Fahrt mit einem offenen Electro-Car, das uns zur nächsten Attraktion bringt.
Unmittelbar vor dem Mittagessen schauen wir uns ein weiteres Eingangstor der Medrese Nodir Devon Begi an, die keine eigene Moschee aufweist. Wir nehmen in einem sehr schönen Restaurant unser Mittagessen ein. Dieses liegt direkt an einem Wasserbecken Labi Hovuz.



Nach dem Mittagessen besuchen wir eine Kalligrafiewerkstatt, wo wir eine kleine Überraschung erleben. Wir lassen uns, nicht wie sonst, komplett berieseln. Nein – wir sollen malen. Das wird interessant… Wir sitzen mit dem Sohn einer der bekanntesten und traditionsreichsten Kalligrafen aus Usbekistan zusammen an der Palette und sollen Granatäpfel malen. Das hat erstaunlicherweise Spaß gemacht. Während wir den Anweisungen den Meisters folgen und lauschen, bekommen wir wieder Tee und Obst gereicht.



Nach der kleinen Malstunde schauen wir uns eine weitere Medrese an und dann haben wir überraschenderweise frei.







Wir machen die Gegend noch ein wenig unsicher, bevor wir uns am Labi Hovuz auf ein weiteres Heißgetränk niederlassen. Dann ins Hotel kurz ausruhen, duschen und ne Runde Klamotten waschen, bevor das Abendessen um 18:00 Uhr startet.




Erkenntnisse an Tag 6
- Xiva hat uns verdorben.
- Usbeken sind keine Frühaufsteher, obwohl man das aufgrund der Temperatur vermuten könnte.
- Man kann hier vom Boden essen. Drinnen wie draußen. Zu irgendeiner Zeit fegt immer jemand die Straße.
- Züge fahren nur sehr langsam.
- In Buchara gibt es 160 Medresen.
- Unser neuer Fahrer liebt Musik. Wenn wir uns grade was angucken, dreht er voll auf und wenn wir dann wieder ins Auto steigen, hat er vergessen, dass die Musik noch laut ist.
- Taxis sind in Buchara ausnahmsweise gelb, statt weiß.
- In Buchara müssen wir mindestens 1 x nach dem Weg fragen, egal wo wir hin wollen. Meistens bleibt es jedoch nicht bei einem Mal.
- Die Kuppeln von Gebäuden sind entweder Tübbeteken (Lautschrift) oder Baumwollknospen nachempfunden.
Mein Gebot in So’m für beide Werke würde die Seitengröße hier sprengen 😉
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