Ich bin ein bisschen im Hintertreffen, um über den gestrigen Tag zu berichten.
Tiritiri Matangi hat abgeliefert. Ein besonderes Juwel unter den vielen wundervollen Inselchen im Hauraki Gulf.
Der Tag startete recht früh, da ich gerade eine Weiterbildung mache und es dort wöchentlich festgelegte Zeiten gibt. Im Anschluss hieß es Lunchpaket zusammen stellen, Rucksack packen, eincremen (ganz wichtig hier) und ab zum Bus, damit ich rechtzeitig am Anleger bin. Wie in einigen anderen Ländern im Commonwealth ist es wichtig dem Busfahrer zu signalisieren, dass man mitfahren möchte. Sonst fährt er vorbei – egal ob Leute an der Haltestelle sind, oder nicht. Also stehe ich da und winke brav, damit ich pünktlich bin. Leider hat der Fahrer dies übersehen. Einige Passagiere im Bus haben noch versucht Ihn aufmerksam zu machen, was jedoch nicht den gewünschten Effekt hatte. Kurz habe ich darüber nachgedacht, ob ich mir ein Uber bestellen soll, damit ich es rechtzeitig schaffe. Das hab ich allerdings gelassen, weil die App von Auckland Transport hier direkt Abhilfe schaffen konnte. Ein paar Blocks weiter fuhr ein anderer Bus, sodass ich es rechtzeitig geschafft habe.
Nach einem kurzen Checkin saß ich auf dem Boot und hab mich ordentlich eingemummelt, weil es morgens nicht nach blauem Himmel aussah. Wie wir alle wissen, ist eine Bootsfahrt windig – besonders, wenn man oben sitzen will.

Nach einem Stopp in Gulf Harbour, wo wir eine Schulklasse eingesammelt haben, waren wir recht zügig am Anleger, wo wir von einer Rangerin erwartet wurden. Ich hatte mich übrigens für meine „alten“ Wanderschuhe entschieden. Ich glaube, am Ende wäre das egal gewesen, weil Schuhwerk jeglicher Art schmerzhaft ist. 😬
Weil auch hier alles Eingeschleppte nicht erwünscht ist und es vor allen Dingen notwendig ist, alles Mitgebrachte mit nach mitzunehmen, gab es eine Einweisung der Rangerin. In Kleingruppen aufgeteilt sind wir fachkundig losgezogen, um möglichst viele Vögel zu entdecken und zu „erhören“. Nebenbei wurden wir mit allerlei Infos dazu versorgt, wie es dazu kam, dass die Insel renaturiert wurde. Zunächst gab es reines Farmland, welches größtenteils aus Grasflächen bestand. Die genaue Geschichte kann ich nicht mehr wiedergeben, aber in den 80zigern sind haufenweise Freiwillige einmarschiert, die allerlei Pflanzen gesetzt haben. Und Schwupp ist die Insel wieder grün.
Es ist schwierig Vögel (ganz besonders Kleine) zu fotografieren. Deswegen sind die Fotos nicht immer scharf. 😅 Darüber hinaus ist es sehr gut möglich, dass die Namen nicht stimmen. Das möge man mir nachsehen.















Nach einem sehr schönen Tag hat das Boot uns wieder eingesammelt.
Auf dem Rückweg wurde ich plötzlich von einer Müdigkeit überfallen, die ziemlich krass war. Ich bin sehr oft eingeschlafen und die Tour zu den Westcoast Beaches habe ich kurzerhand abgesagt. Es war schon anstrengend genug nach Hause zu fahren. Zu Hause angekommen, hab ich noch schnell was gegessen und bin erneut auf der Couch eingepennt. Ich hab nachgelesen – nach vier Tagen kann einen noch mal ein Jetlag einholen. Weil das Gehirn zwar weiß, wo man ist, aber die restlichen Organe nicht. Das nennt sich zirkadiane Desynchronisation. Natürlich bin ich keine Ärztin. Nach einem laaaangen Schlaf bin ich wieder oben auf.
Morgen geht es nach Waiheke Island.