Fiordland

Gerade schlürfe ich „infused sparkling water“ während ich im privaten Hotpool in Queenstown chille.

In den letzten Tagen war ich viel unterwegs und oft zu müde, um was zu schreiben.

Queenstown erkenne ich in Teilen wieder. Das letzte Mal empfand ich den Ort bereits als touristisch. Ein Witz gegen den superquirligen Ort, den ich jetzt vorfinde. Hier ist es gefühlt voller als auf der Queenstreet und Queenstown verfügt über die höchste Dichte an Souvenirshops, die ich bisher erlebt habe. Mit der Wahl meiner Unterkunft im Ortsteil Fernhill (etwas außerhalb) bin ich mehr als zufrieden.

Bevor ich einchecken kann, habe ich noch Zeit eine erste Runde zu drehen. Mein Gepäck lasse ich an der Touriinfo und ziehe los. Mein erstes Ziel: mir einen größeren Rucksack kaufen, um wiederum meine vielen Einkäufe für den Rückflug zu verstauen. Da ich wusste, was ich wollte ging das flott. Den eigentlich obligatorischen Besuch bei Fergburger habe ich mir gespart, weil mir die Schlange zu lang ist, obwohl ich gehört habe, dass das gar nicht der Fall ist. Stattdessen habe ich mir meinen ersten Pie in der Fergbakery gegönnt. Die vegetarische Variante fand ich sehr gut. Im Anschluss bin ich meiner neuen Lieblingsbeschäftigung nachgegangen: einfach dasitzen und zugucken. Ohne mich großartig zu bewegen, war ich abends sehr müde. Ich wollte früh ins Bett, weil es am nächsten Morgen um 6:45 Uhr in Richtung Milford Sound losgehen sollte. Ganz in der Nähe der Unterkunft gab es sogar einen kleinen Supermarkt, wo ich alles Nötige bekommen habe.

Glücklicherweise wurde ich direkt vor der Haustür aufgegabelt. Ich hatte eine Tour mit einer Kleingruppe gebucht. Das erste Mal, dass ich mit einer organisierten Tour zum Milford Sound unterwegs war. Auch hier haben mich die Massen überrascht. Oder ich war denen damals einfach nur Voraus, weil ich vor allen Anderen unterwegs war. Auf den Fotos sieht es aus, als ob außer mir, kaum jemand unterwegs war. Das täuscht. 😅 Bestes Wetter, bis wir das Schild zum Fiordland Nationalpark passieren.

Ab da hält die regenreichste Region der Erde, was sie verspricht. Wird Zeit, dass ich meine Regenjacke mal verwende. Zum Regen hat sich auf der späteren Bootsfahrt Nebel eingestellt. Durch den Regen gab es jedoch Wasserfälle, soweit das Auge reicht. Die meisten von denen gibt es nur bei Regen. Auch hier – keine Beschwerde von meiner Seite. Die Tour hat insgesamt knapp 13 Stunden gedauert. Danach bin ich direkt ins Bett gefallen.

Auf dem Heimweg schönstes Wetter

Für heute steht Entspannung auf dem Programm, weil ich angenommen habe, dass es ganzen Tag regnet, was da vermutlich überhaupt nicht tun wird. Daher fühle ich mich gerade in meinem Hotpool bei ca. 18 Grad Außentemperatur ein wenig überhitzt.

Noch zwei Nächte, dann muss ich nach Hause, auch wenn ich gar nicht will.

Wat meinst Du denn so dazu?