Wow. Mein letzter Eintrag liegt zwar noch nicht lange zurück, aber ich habe das Gefühl, dass seit dem ungefähr drei Wochen vergangen sind. Dabei sind es aber eigentlich nur 3 Tage. Ja, was ist denn so passiert? Nach meinem letzten Eintrag musste ich mich leider von Rotorua, der überaus gemütlichen Unterkunft und von John verabschieden. Der Weg hat mich nach Taupo geführt. In meiner Fantasie hab ich mir den Ort immer ganz anders vorgestellt, aber ich finde es ist ein durchaus kleines und nettes Örtchen mit einer grandiosen Lage am Lake Taupo. Es stand ja der Besuch der Partneragentur auf dem Programm. Ich hatte mir schon lange vorher überlegt meinen Spleen auch hier auszuleben und habe eine Topfpflanze fürs Büro gekauft. Neuseeländische Baumärkte unterscheiden sich nicht wesentlich von Unseren (auch nicht in der Auswahl der Zimmerpflanzen). Damit habe ich dann die lieben Kollegen dort beglückt. Dort hat man gleich überlegt noch weitere Pflanzen anzuschaffen. Mal sehen was so passiert. 🙂 Wir waren alle zusammen einen Kaffee trinken und haben ein bisschen gequatscht.
Nachdem ich dann in meine Unterkunft eingecheckt hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt die Huka Falls zu besichtigen. Was ich daran so interessant fand, waren nicht unbedingt die Wasserfälle, sondern eher die Farbe des Wassers. Am Abend bin ich dann noch mit zu einem BBQ gegangen, was ein wirklich netter Abend war, aber ich war auch echt müde als ich ins Bett gefallen bin.
Es hieß früh aufstehen, da ich noch ins Wai o Tapu Thermal Wonderland wollte. Dafür musste ich wieder ein Stück zurück fahren. Der Besuch dort hat sich wirklich gelohnt. Kochend heißes Wasser in verschiedenen Farben, versetzt mit wunderbarem Geruch von faulen Eiern. Was will man also mehr? Leider kommen die Farben auf dem Foto nicht so gut raus. Es gab auch die Möglichkeit den Ausbruch des Lady Knox Geysirs zu sehen, was ich aber nicht so spektakulär fand. Der Geysir wird künstlich mit einer Art Treibmittel zum Ausbruch gebracht. Ist nett wenn man das mal gesehen hat, aber so richtig vom Hocker gerissen hat mich das nicht.
Dann ging die Fahrt wieder zurück in Richtung Taupo und dann weiter in den Tongariro Nationalpark. Es ist schon imposant, wenn man am Lake Taupo entlang fährt und wenn Dir dabei im Hintergrund Mount Doom zulächelt. Auf die Wanderung hab ich mich sehr gefreut. Wenn man das Alpine Crossing laufen möchte, dann sind zwei Übernachtungen nötig. Dabei teilen sich meine in eine Nacht in Ohakune (die Unterkunft erinnert aber eher an die Schweiz) und eine im berühmten Chateau Tongariro. Gestern Abend habe ich auch gleich den Transfer für die Wanderung organisiert, weil es sich dabei um keinen Rundweg handelt.
sadfasf
Auf sowas möchte man ja gut vorbereitet sein. Das Wetter kann jederzeit umschwingen, man könnte vom Weg abkommen, einer der Vulkane könnte ausbrechen, oder man könnte von plötzlich einsetzendem Schneefall überrascht werden.
Die Unterkunft in Ohakune ist eher so wie man sich eine Schweizer Blockhütte vorstellt, da im Winter hier der Bär steppt. Es ist alles aus Holz. Wände, Decken und auch der Couchtisch. In diesem Tisch könnte man auch gut und gerne jemanden verschachern. 🙂
Ich weiß auch nicht warum, aber zur Feier des Tages, wollte ich gerne Essen gehen, was ich ja sonst aus Budgetgründen eher lasse. Direkt hier neben der Unterkunft gibt es ein nettes Restaurant, wo ich mir Red Snapper bestellt habe. Yummy.
Dem Alter entsprechend natürlich mit einem Glas Weißwein. Wie war nochmal der Spruch? ‚Scheißdrauf, Neuseeland ist nur einmal im Jahr…‘ Oder hieß das anders?
Ich weiß nicht, ob Ihr Euch noch an den ersten Beitrag erinnern könnt, aber da schrieb ich ja was von lästigen Bazillen und Viren, die mir einfach keine Ruhe lassen. Mein Plan war ja eigentlich die zu Hause zurück zu lassen. Ein paar von denen sind wohl doch mitgekommen und haben ‚hallo‘ gesagt. Jedenfalls möchte ich nicht mit laufender Nase und und Halsweh in den Bergen rumkrabbeln. Dafür fühle ich mich leider nicht fit genug. Was wirklich ärgerlich ist, da ich mir den ganzen Spaß doch mal genau anschauen möchte. Jetzt versuche ich den Tag anders zu verbringen. Zum Glück gibt es hier auch eine Menge andere Dinge zu tun. Vielleicht investiere ich auch ein bisschen was und mache einen Rundflug. Weiß ich aber noch nicht genau. Ich werde berichten.
Jetzt muss ich mich erstmal um diesen kleinen Freund hier kümmern, der grade ins Zimmer geflogen ist, aber nicht mehr rausfindet.
In diesem Sinne…




